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Cameo Multi FX Bar – Testbericht von bonedo.de

Mit der Multi FX Bar hat Cameo eine mobile Licht-Rundumausstattung für kleine bis mittelgroße Veranstaltungen im Angebot. An Bord befinden sich zwei LED-Flat-PARs, ein Paar LED-Derbys, vier Strobe-LEDs und ein Grating-Laser. Die Effekte können einzeln oder in Personalunion gesteuert werden. Dabei hat Cameo auch an die typischen Arbeitsbedingungen bei solchen Events gedacht. So gehören zum Set ein Wireless-Fußschalter und eine IR-Remote. Schauen wir uns den Kameraden genauer an.

Details
Schnell im Einsatz
Die Lichteffektleiste wird in einem praktischen Transport-Bag geliefert, offensichtlich hat der Hersteller mobile DJs und Mucker im Fokus. Die robuste Tragetasche ist außen und innen formstabil und mit Aussparungen für die Leiste und die einzelnen Scheinwerfer ausgestattet. So wird ein Verrutschen beim Transport verhindert.

Die Lichtkomponenten sind bei Lieferung an der Leiste vormontiert. Lediglich die Ausrichtung muss über die Konterschrauben durchgeführt werden. Auch interne Verkabelung und Anschlüsse sind bereits gesetzt. Nach dem Event werden die Verschraubungen kurz gelockert und die einzelnen Geräte wieder senkrecht gestellt. Schon passt die Lichtersammlung ins rechteckige Soft-Case.

Konstruktion und Montage
Leiste, Aufhängungen und Scheinwerfergehäuse bestehen aus Metall. Das ist ausreichend stabil, wiegt in der Summe aber gerade mal 6,3 Kilo. Montiert sind von links nach rechts ein Derby, dann die beiden LED-Flat-Bars und rechts wieder ein Derby. Auf der Frontseite der Leiste wurden die vier separaten Strobe-LEDs gleichmäßig verteilt, zudem das Mikro für die Sound-to-Light-Steuerung und der Sensor für die IR-Fernbedienung. Oben auf der Mounting-Leiste sitzt der Grating-Laser, daneben die Antenne für den Wireless-Empfang. Auch die Öse für das Sicherungsseil ist hier zu finden. Der Laser besitzt eine zylindrische Form und wird von zwei Mounts gehalten. Zum Feststellen dient eine Kontermutter.

Das Anschlussfeld auf der Rückseite bietet zunächst den Strombuchsen Platz. Dabei handelt es sich um eine IEC-Netzbuchse mit Sicherungshalter und eine IEC-Power-Out für weitere Scheinwerfen (maximal 3 A). Auf der anderen Seite finden wir die dreipoligen DMX-Out und -In, den Anschluss für einen kabelgebundenen Havarie-Off-Schalter sowie das Locking-Schloss für den Laser und das Drehpoti für die Mikrofonempfindlichkeit. Fehlt nur noch das LED-Display mit vierstelliger Anzeige und seinen vier Bedientastern Mode, Enter, Up und Down.

Unterhalb der Bar der ist der extrem solide Flansch für die Stativmontage angebracht. Im Set befinden sich Truss-Winkel mitsamt Kontermuttern, mit denen die FX-Leiste beispielsweise an der Wand angebracht werden kann. Außerdem gibt es eine Wireless-Fußleiste und eine IR Fernbedienung, zwei Schlüssel für die Laser-Verriegelung sowie ein Kurzschlussstecker, mit dem der Grating-Laser aktiviert wird, falls kein externer Not-Ausschalter genutzt wird.

Praxis
Die Effektleiste lässt sich im Standalone- oder Master/Slave-Betrieb fahren. Dafür stehen die werksseitigen Auto-Programme, die Musiksteuerung sowie ein 2-, 5- und 29-Kanal-DMX-Modus zur Verfügung. Ideal ist, dass die Effekte einzeln konfiguriert und gesteuert werden können.

Werksprogramme und DMX-Steuerung
Die reichlich vorhandenen Werksprogramme, immerhin 46 an der Zahl, sind abwechslungsreich. Sie laufen sowohl im Automatikbetrieb wie auch per Musiksteuerung. Sehr gut gefällt mir, dass der Hersteller nicht nur auf verkaufsfördernd bombastische Programme setzt, sondern von spartanisch zurückhaltenden Scenes mit nur ein oder zwei aktiven Scheinwerfern bis zum Zusammenspiel aller Komponenten ein großes Spektrum implementiert hat. Die Presets machen Spaß und Lust auf mehr.

Wer’s individueller mag, steuert die Cameo Multi FX Bar im 2-, 5- oder 29-Channel-Mode. Hier lässt sich über Haupt- und Subgruppen jedes Gerät separat ansteuern. Einstellbar sind die statischen Farben und deren Intensität, Lauflicht-Richtung und Farbwechsel inklusive der Geschwindigkeit sowie die Strobe-Geschwindigkeit auf Derbys, LED-PARs und Strobe-Flash-Lights.

Die RGB-Flat-PARS besitzen mit UV-Licht eine weitere Besonderheit. Während die Farb-Dimmer sich stufenlos zwischen 0 und 100 Prozent einstellen lassen, steht für den Strobe-Effekt ein Bereich von 1- 20 Hz zur Verfügung. Beim DPSS-Laser mit roter und grüner Diode kann von Blackout über Strobe-open (also ohne Strobe-Effekt) bis zur Strobe-Geschwindigkeit und der Rotation mit oder gegen den Uhrzeigersinn gewählt werden.

Um den Laser zu aktivieren, muss ein separater Not-Ausschalter gesetzt oder der im Lieferumfang enthaltene Kurzschlussstecker an der entsprechenden Buchse montiert werden. Solange weder die eine noch die andere Sicherungsmöglichkeit aktiv ist, bleibt der Laser aus. In den Auto-Presets 41- 46 zeigt der Laser, was er kann, und das ist wirklich sehenswert.

Remotes
Die Wireless-Fußleiste soll laut Hersteller in einem Radius von 10 Metern funktionieren. Ein Praxischeck zeigt, das stimmt, es geht sogar noch etwas weiter. Dann kann’s jedoch etwas unzuverlässig werden. Also bleibt am besten in der vorgegebenen Range, für die meisten Anwendungen dürfte dies kein größeres Problem darstellen.

Die Fußleiste ist leicht und stabil und verkraftet auch mühelos robustere Fußtritte. Alles funktioniert bestens, die „Fuß-Haptik“ und Ansprache sind vollkommen in Ordnung. Wenn der Hersteller jetzt noch die Zwischenräume zwischen Fußtaster und Gehäuse vor Staub geschützt hätte, wäre ich rundum glücklich.

Mit der äußerst kompakten IR-Fernbedienung lassen sich alle Funktionen anwählen, die auch über die Bedientaster am Display zur Verfügung stehen.

Fazit (4.5 / 5)
Die Cameo Multi FX Bar bietet eine gelungene lichttechnische Rundumversorgung, praxisgerecht an einer Bar montiert, und das bei kürzesten Kabelwegen. Dieses Rundum-Set ermöglicht dezentes Hintergrund-Licht ebenso wie eindrucksvolle Lichtszenarien. Vermutlich werden sich die meisten Bands, DJs oder LJs gleich zwei von diesen FX Bars zulegen und jeweils links und rechts der Bühne platzieren. Und selbst dann bleibt der Anschaffungspreis verkraftbar. So sichert die Multi FX Bar von Cameo sich eine unbedingte Kaufempfehlung.

PRO
flexible 5-in-1-Lösung
statisches und bewegtes Licht
schnell einsatzbereit
Wireless-Fußleiste und IR-Remote im Lieferumfang
Preis

CONTRA
Fußtaster auf Wireless-Control nicht staubgeschützt
Cameo Multi FX Bar Test Cameo Multi FX Bar, 5-in-1 DMX-Lichteffektleiste
Cameo Multi FX Bar, 5-in-1 DMX-Lichteffektleiste (Bild: Cameo)

FEATURES
LED-FX-Lichteffektleiste inklusive Strobe und Laser
2 PAR-Spots mit 12 x 12W RGB+UV LEDs
2 Derbys mit 6 x 3 W RGB LEDs
1 Grating-Laser mit 200 mW – rot = 150 mW, grün = 50 mW – DPSS Laser
Laserklasse 3R
Farbspektrum Laser-Effekt: rote Diode (650 nm), grüne Diode (532nm)
Laser-Abschaltung (Sicherheitsfunktion): Schloss-Schalter, ext. Not-Aus-Schalter
Strobe mit 4 weißen 3-W-LEDs
schnell einsatzfähig, an einem Querträger mit Stativaufnahme vormontiert
inklusive Transporttasche, kabellosem Fußschalter, Infrarot-Fernbedienung und Winkeln zur Truss-Montage
46 integrierte Programme
Steuerung per Automatik, Display, DMX, IR-Fernbedienung, Wireless-Fußschalter oder Sound
DMX-In und -Out: XLR 3-Pol male
DMX-Modus: 5-, 2- und 29-Kanal
DMX-Funktionen: Laser, Auto-Programme, Derby, Strobe, Sound Sensitivity
Standalone Modi: Color, Slave Mode, Sound-Programme, Auto-Programme
Bedienelemente: Down, Enter, Mode, Up
vierstelliges LED Display
Stromversorgung: IEC Ein- und Ausgang
Leistungsaufnahme: 120W
maximale Umgebungstemperatur:40°
Gehäusematerial: Metall
Gehäusefarbe: schwarz
Kühlung: Lüfter
Abmessungen (B/H/T): 1100 x 60 x 60 mm
Gewicht: 6,3 kg
UVP: 572 EURO

 www.adamhall.com/MULTI_FX_BAR

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